Notfallrettung im Landkreis Tuttlingen

Rettungswagen der Lehrrettungswache in Tuttlingen

In einem Notfall kann es um jede Minute gehen. Daher ist es wichtig, gezielt einen Notruf abzusetzen. Diesen erreicht man europaweit unter der Notrufnummer 112. Bewahren Sie Ruhe und antworten sie den Fragen des Leitstellendisponenten gezielt. Nur so kann schnelle und effektive Hilfe zum Notfallort geschickt werden, wenn sich der Disponent eine Vorstellung über die Verletzungen/Erkrankungen machen kann. Es ist entscheidend, das richtige Rettungsmittel zu entsenden.

Die Notfallrettung wird im Landkreis Tuttlingen durch die DRK Rettungsdienst Tuttlingen gGmbH betrieben. Auf insgesamt 734,4 Quadratkilometern und mit einer Gesamteinwohnerzahl von ca. 135.000 Personen sind an 2 Notarzt- sowie 4 Rettungswachenstandorten Rettungsmittel stationiert, um eine gesetzlich vorgegebene Hilfsfrist von 15 Minuten erreichen zu können. Die Hilfsfrist bedeutet, das innerhalb von 15 Minuten an jedem Notfallort im Landkreis Tuttlingen ein Rettungsmittel verfügbar sein muss. Durch topografische Gegebenheiten  und witterungsbedingte Einflüsse ist dies nicht immer möglich. Daher hat der Gesetzgeber vorgeschrieben, dass in 95% der Notfälle die Hilfsfrist erreicht sein muss.

Im Landkreis Tuttlingen sind die Wachenstandorte wie folgt besetzt:

  • Lehrrettungswache 1 Tuttlingen ( 2 RTW rund um die Uhr)
  • Notarztstandort Tuttlingen (1 NEF rund um die Uhr)
  • Rettungswache 2 Spaichingen (1 RTW rund um die Uhr)
  • Notarztstandort Spaichingen (1 NEF rund um die Uhr)
  • Rettungswache 3 Trossingen (1 RTW rund um die Uhr)
  • Rettungswache 4 Wehingen (1 RTW rund um die Uhr)

Für die notärztliche Gewährleistung im Landkreis Tuttlingen und Umgebung ist jeweils an den Kliniken Tuttlingen und Spaichingen rund um die Uhr ein Notarzteinsatzfahrzeug stationiert. Der Notarztdienst wird tagsüber von den Kliniken abgedeckt, nachts gibt es einen freiwilligen Notarztdienst. Die Ärzte werden zentral vom Klinikum aus im Rendevouzsystem zum Notfallort gebracht. Der Rettungswagen kann somit auf direktem Wege zum Notfallort fahren und kann, ohne Zeit zu verlieren, die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist einhalten. Somit muss nicht erst der Notarzt am Klinikum abgeholt werden. Falls der reguläre Notarzt schon im Einsatz ist, gibt es noch einen zweiten Notarzt am Klinikum. Dieser wird im Notfall alarmiert und wird am Klinikum vom Rettungswagen oder einem Krankentransportwagen abgeholt und zum Notfallort gebracht. Fährt der Notarzt direkt mit dem Rettungswagen zum Einsatz spricht man von Kompaktsystem. Diese Variante wird auch für Verlegungen in Spezialkliniken angewendet.